Literatur

 

 

Projekt "Fortsetzung folgt"

Ein Roman des GRg19

 

5. Kapitel (2A): Beweise gibt es viele, Millers auch!

An einem herrlichen Sonntagmorgen hatte jedes Mitglied der Miller Familie sich in ihr/sein Lieblingseck im Haus verzogen, um gemütlich ein gutes Buch zu lesen, als das gesamte Haus von einer Erschütterung erfasst wurde….

….nachdem Vater Frank Miller wieder zu sich gekommen war, befand er sich in der Stadtbibliothek. Er hörte eine geheimnisvolle Stimme, die ihm zuflüsterte: „Suche dir dein Lieblingsbuch aus und du darfst das Abenteuer des Buches selbst miterleben.“ Aufgeregt, auch einmal ein richtiges Abenteuer zu erleben, ging Vater Miller zur Sparte Geschichte und griff sich einen Band der griechischen Sagen. Zitternd vor Aufregung schlug er die Geschichte von Hydra auf und bevor er wusste was geschah, stand er im olympischen Stadions von Athen. Es war drückend heiß und schwül. Genau in diesem Moment startete der 100 Meter Lauf und Frank war mitten im Geschehen, es blieb ihm nichts anderes übrig, als mitzulaufen. Er siegt und so wurde Herkules auf ihn aufmerksam. Da der antike Held Vater Miller nicht kannte, aber von seiner Leistung beeindruckt war, ging er auf ihn zu und sprach ihn an: „Du bist sehr kühn und hast viele Favoriten geschlagen. Wäre es dir eine Ehre unser Reich vor der gefährlichen Hydra zu beschützen?“ Da Vater Miller in einem Glückstaumel war, war er bereit, gegen Hydra zu kämpfen. So zogen Frank Miller, Herkules und ein unbekannter Helfer in den Kampf gegen das Ungeheuer. Hydra entdeckte blitzschnell ihre Angreifer und schlug wild um sich. Ihre vielen Köpfe wirbelten durch die Luft und töten den unbekannten Helfer. Herkules schaffte es in letzter Sekunde, den Köpfen auszuweichen und er konnte sogar dem Monster einen Kopf abtrennen. Diese Verletzung war so schwer, dass Hydra eine Klippe hinab fiel. Kaum war Hydra verschwunden wurde Vater Miller ohnmächtig. Als er wieder wach wurde saß er in seinem bequemen Ohrensessel und hatte in der linken Hand ein antikes Schwert …

…nachdem Mutter Barbara Miller wieder zu sich gekommen war, sah sie zwei schmutzige Füße. „Hallo, große Gebieterin, Dobby ist gekommen um mit dir ein Abenteuer zu erleben.“ Barbara war verblüfft und konnte nicht begreifen, was vor sich ging. Trotzdem siegte ihre Neugierde und sie schloss sich Dobby an. Ein kurzer Schnips und sie traten ihre geheimnisvolle Reise an, die sie in einen düsteren Wald führte. Dobby sagte: „Gibt Acht große Gebieterin, Dobby warnt dich vor vielen Gefahren.“ Plötzlich raschelte es im Unterholz. Ein leises Knurren war zu hören. Der Vollmond stand direkt über ihnen und sie sahen einen Schatten. Gespannt und ein wenig ängstlich blickten sie auf den Schatten, der immer näher kam. Sie gingen ganz langsam einige Schritte zurück, hatten ihren Blick aber immer auf den Schatten gerichtet. Das Mondlicht strahlte auf diese unheimliche Gestalt und in diesem Moment verwandelte sich der Schatten in einen Werwolf. Barbara Miller riss ungläubig die Augen auf und stolperte rückwärts. Der Werwolf war mit einem Satz bei ihr und fletschte seine Zähne. Barbara konnte sich kaum noch auf den Beinen halten und griff in den Nacken des Werwolfs. Sie riss ihm ein Fellbüschel aus und im gleichen Moment hörte sie ein Schnipsen, das nur von Dobby sein konnte. Nun befand sie sich wieder an ihrem Schreibtisch in ihrem Arbeitszimmer. Ungläubig starrte sie auf das Bündel Haare in ihrer Hand. Von Dobby war keine Spur zu sehen.

… nachdem Rebecca wieder zu sich gekommen war, starrte sie geradewegs in blaue Augen. Vor ihr stand ein riesengroßer grauer Bär, der ein Kind auf seinem Rücken trug, das nur einen roten Rock anhatte. Rebecca sah sich die Menschengestalt genauer an. Sie hatte schulterlanges schwarzes Haar und braune Augen. Da rief Rebecca: „Balu und Mogli? Ihr seid es ja wirklich! Oder träume ich nur?“ „Nein, uns gibt es tatsächlich, komm mit und wir beweisen es dir!“ Ohne zu zögern ging Rebecca auf die Dschungelbewohner zu. „Halt dich an einer Liane fest und es kann losgehen“, schrie Balu. „Los gehts“, sagte Mogli. Sie schwangen sich von Liane zu Liane. Nun befanden sie sich im indischen Urwald und waren umgeben von Bananenbäumen, Fangkraut und vielen verschiedenen Tieren. Rebecca war so begeistert von ihrer neuen Umgebung und wurde unvorsichtig. Sie ergriff eine morsche Liane und fiel direkt in einen Fluss. „Hilfe, Hilfe“, schrie sie, als sie ein Krokodil auf sich zukommen sah. Die Flussströmung war so stark, dass sogar Balu zu schwach war, um Rebecca aus dem Wasser zu ziehen. Aufgeregt liefen Balu und Mogli am Flussufer entlang, um Rebecca ja nicht aus den Augen zu verlieren. Es kam noch schlimmer! Rebecca steuerte direkt auf einen tosenden Wasserfall zu. „Ich werde streben!“, rief Rebecca mit letzter Kraft. Doch plötzlich wurde das hilflose Mädchen wie von Zauberhand aus dem Wasser gehoben. King Lui, der Affenkönig und ein Freund von Balu, hatte die ganze Szene beobachtet und sofort gewusst, was zu tun war. Die tropfende Rebecca konnte ihr Glück kaum fassen, doch sie wollte nichts lieber, als in ihr warmes Bett. Als sie ihre Augen erneut öffnete lag sie in ihrem Zimmer und hatte ein Stück Liane um den Hals.

…nachdem Tom wieder zu sich gekommen war, hörte er eine Stimme, die zu ihm sprach: „Du bist schon aufgewacht? Du bist hier auf der Insel, auf der Moby Dick gefangen gehalten wird. Du musst ihn befreien, sonst bleibst du auch für immer auf dieser Insel. Außerdem erhälst du dadurch den Beweis, dass es Moby Dick wirklich gibt.“ Tom war zwar immer noch ein bisschen benommen, aber er machte sich auf den Weg. Seine Prüfung war hart, denn überall lauerten Fallen. Tom musste zuerst zu einer sprechenden Sphinx, die ihm sagte: „Wenn du weiterkommen willst, musst du mir eine Frage beantworten. Was fehlt mir?“ Tom grübelte lange und antwortete dann: „Die Nase!“. Schon ging seine Reise weiter. Als er einen Sandstrand entlang ging, fiel Tom plötzlich durch eine Falltüre und landete vor den Füßen des Kolosses von Rhodos. Auch dieser stellte ihm eine knifflige Frage: „Wie viele Leute braucht man zum sinnvollen Flüstern?“ Nach kurzem Überlegen sagte Tom: „Drei! Denn bei zwei Personen muss man ja nicht flüstern!“ Dieses Antwort genügte dem Koloss und so hatte Tom seine zweite Prüfung geschafft und kam der Rettung von Moby Dick immer näher. In der Ferne sah er ein großes Aquarium und er wusste, dass ihm nun seine letzte Prüfung bevorstand. Waren die Aufgaben bisher auch noch nicht schwer gewesen, die letzte Aufgabe war eine wirkliche Herausforderung: Er sollte Moby Dick, der in diesem Becken gefangen war, befreien! Doch wie sollte das gehen? Da hörte Tom eine Stimme, die sagte: „Zertrümmere die Scheibe mit einem Baumstamm, zertrümmere die Scheibe!“ Tom nahm seine ganze Kraft zusammen und stieß den Baumstamm gegen das Glas. Nichts geschah! Er musste viele Versuche unternehmen, doch dann brach das dicke Glas. Moby Dick war frei! Als Tom wieder zu sich kam befand er sich in seinem Zimmer, in seinem Lesezelt. Nichts deutete auf sein Abenteuer hin, oder doch? Was hatten die vielen Glasstücke in seinem Zimmer zu suchen?

… nachdem Oliver wieder zu sich gekommen war, hörte er das Trampel einer Horde Ugals auf sich zukommen. Wo war er? Was war geschehen? Das Trampel wurde nur noch durch lautes Gebrüll übertönt. Am Himmel sah der Bub Flammen. Oliver, eigentlich von Natur aus nicht sehr ängstlich, zitterten die Knie. Kurz darauf tauchte Eragon auf, packte Oliver und flog mit ihm auf einem Drachen davon. Oliver war verzweifelt. Was passierte bloß mit ihm? Erst als der Drache gelandet war, und sie wieder festen Boden unter den Füßen hatten, sprach Eragon: „Ich bin Eragon, der Drachenreiter.“ Nach dieser knappen Erklärung, die mehr Fragen aufwarf, als sie beantwortete, führte Eragon Oliver durch das Dorf. Erst als das Gebrüll wieder von Neuem begann, bemerkte Oliver, dass er sich mitten in einem Kampf befand. Er versuchte sich in ein sicheres Eck zu verziehen, aber überall waren nun Kämpfer zu sehen. Der mutigste Held unter ihnen war Eragon, er tötete viele Angreifer und verteidigte tapfer sein Dorf. Als der Kampf langsam zu Ende ging und die Ugals zurückgedrängt werden konnten, meinte Eragon zu Oliver: „Du musst weg von hier. Hier ist es für dich zu gefährlich. Nimm meine Kette, sie wird dich beschützen und laufe Richtung Norden.“ So schnell wie Eragon gekommen war, so schnell war er wieder verschwunden. Als Oliver erneut die Augen aufschlug war er wieder in der Gartenlaube der Millers. Um seinen Hals baumelte die goldene Kette von Eragon.

…nachdem Alice wieder zu sich gekommen war, hörte sie ein seltsames Geräusch hinter sich. Ängstlich drehte sie sich um und sah direkt in die Augen eines Löwens. Der Löwe sagte: „Hallo, ich bin Aslan. Ich bin hier um dir zu beweisen, dass es Narnia wirklich gibt. Steige in meine Kutsche und begleite mich!“ Alice folgte ihm zögernd und stieg in die Kutsche ein. Während der Fahrt berichtete ihr Aslan: „Bitte hilf mir, mein Land zu retten. Wenn du mir hilfst, dann wirst du unter meinem Schutz stehen und dir wird nichts geschehen.“ Als der Löwe bemerkte, dass er Alices Interesse geweckt hatte, begann er ihr die Geschichte von Narnia zu erzählen. Er erzählte von der weißen Hexe, die Narnia besetzt hielt. Als Alice nach einiger Zeit aus dem Fenster der Kutsche sah, konnte sie einen schneebedeckten Wald erkennen. Doch Narnia war nicht immer nur von Schnee und Kälte bedeckt, das alles war das Werk der weißen Hexe. Nun hatte Alice so viel über dieses geknechtete Land erfahren, dass sie Aslan helfen wollte. Sie rief: „Narnia wird wieder frei sein!“. Der Löwe war über diese Antwort glücklich und gab Alice ihre Waffen: ein Schwert und ein Messer. Als das Mädchen die Gegenstände sah, kamen ihr Zweifel, denn sie wusste nicht, ob sie Narnia wirklich helfen konnte. Doch der Löwe zerstreute ihre Ängste und sagte: „Ich weiß, dass du es schaffst, ich glaube an dich, Narnia glaubt an dich!“ Nun begann für Alice die Zeit des Übens. Der Löwe lehrte sie den richtigen Umgang mit dem Schwert und nach einigen Tagen war sie bereit, der Hexe gegenüberzutreten. Gemeinsam mit Aslans Freunden machten sie sich auf den Weg zum Schloss der weißen Hexe. Vor den Toren des Schlosses spannten sie ihre Bögen und riefen gleichzeitig: „Angriff!“. Alice nahm ihr Schwert fest in ihre Hand, rannte nach vorne und rammte das Schwert mitten ins Herz der Hexe. Plötzlich war es totenstill. Doch bald darauf brach Jubel aus. Auf einmal strahlte wieder die Sonne, die Wiesen wurden grün und die Blumen blühten auf. Alice war glücklich, doch dann wurde ihr schwindlig. Als sie wieder um sich blickte befand sie sich in ihrem Zimmer. Doch was lag so schwer in ihrer Hand? Das Schwert!

Fast gleichzeitig rannten alle Mitglieder der Miller Familie ins Esszimmer und sprachen wie aus einem Mund: „Ihr glaubt mir nicht, was passiert ist! Ich muss euch unbedingt etwas Tolles erzählen!“

         

ZU DEN ILLUSTRATIONEN

 

Ansprechpartner: Prof. Barbara BRANDSTEIDL, Prof. Thomas KNOB, Prof. Franz LUX, Prof. Brigitte ZERLE
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