Literatur

 

Projekt "Fortsetzung folgt"

Ein Roman des GRg19

 

15. Kapitel (4B): Rebecca verhilft zum Glück

„Schönen Abend, Rebecca! Um 10 Uhr sind wir wieder zurück!“, sagte Rebeccas Mutter schon zwischen Tür und Angel. „Macht euch keine Sorgen, ich werde mir einen gemütlichen Abend machen“, antwortete sie. Die Türe schloss sich und Rebecca setzte sich auf das Sofa. Gedankenverloren schweifte ihr Blick über die Kommode mit der Fotogalerie. Da sah sie ein Kinderfoto von sich, nahm es und dachte, wie schön es damals war. Dem Mädchen fiel ihr Lieblingsmärchen ein: „Schneewittchen und die 7 Zwerge“. Rebecca erinnerte sich ganz besonders an ihren 7.Geburtstag, zu welchem sie ein Video von diesem Märchen bekam. Das Kind ging zurück zum Fernseher, schob das Video in den Recorder und machte es sich mit Chips und Cola bequem. An ihre Kindheit erinnert kamen Rebecca Tränen in die Augen, doch plötzlich stoppte das Video. Ein lauter Donner ertönte, eines der vielen Fenster öffnete sich wie von selbst und es wurde stockfinster um sie herum. Rebecca war mulmig zu Mute, als plötzlich ein bärtiger Mann von kleiner Statur vor ihr stand. Er trug eine zu groß geratene Zipfelmütze, eine buntgestreifte Latzhose und riesige, rote Gummistiefel. Während er seine Mütze zurecht schob, sagte er: „Ich bin der sechste der sieben Zwerge. Ich habe von dir gehört und glaube, dass du uns helfen kannst!“ Mit seinem niedlichen Gesicht sah der Zwerg für das überraschte Mädchen sehr vertrauenswürdig aus und so folgte sie ihm sofort.

Im nächsten Augenblick fanden sie sich auf einer blumigen Wiese wieder. Der Zwerg führte sie schließlich in ein nahe liegendes Haus. Nachdem er ihr die gefährliche Lage erklärt hatte, rettete Rebecca Schneewittchen, so schnell sie konnte, vor der ersten bösen Tat der Hexe. Als sich Schneewittchen erholt hatte, tranken sie alle gemeinsam Tee. Sie erzählte Rebecca von der falschen Bäuerin, welche ihr dieses Unheil zufügen wollte. Da das Mädchen das Video schon Dutzende Male gesehen hatte, wusste sie auch, dass dieselbe Hexe noch einmal versuchen würde Schneewittchen umzubringen! Das hübsche Mädchen konnte gar nicht glauben, dass ihr jemand so etwas antun wolle. Den restlichen Nachmittag dachten sie sich einen Plan aus, wie sie es der Hexe heimzahlen könnten. Vor Erschöpfung schliefen die drei spät in der Nacht ein.

Als der Hahn anfing zu krähen, wachten sie erholt auf. Rebecca führte Schneewittchen an die Stelle, an der sie in einigen Minuten der Hexe begegnen sollte. Als Bäuerin verkleidet kam diese wirklich und bot der Schönheit einen purpurroten Apfel an. Schneewittchen nahm ihn und biss hinein. Da begann die Hexe schadenfroh zu lachen, doch Schneewittchen spuckte das vergiftete Stück sofort wieder aus. Rebecca und der kleine Zwerg eilten zu ihrer Freundin entrissen der Hexe den Korb mit den restlichen Äpfeln und schossen mit diesen auf die böse Frau. Überrascht versuchte sie sich zu wehren, doch letztendlich gab sie auf und lief davon. Die drei freuten sich sehr, dass sie die Hexe in die Flucht schlagen konnten!

Und als sie schon am Heimweg waren, erzählte Schneewittchen Rebecca von ihrer geplanten Hochzeit mit einem Bauern. Das Mädchen dachte sich insgeheim: "Sie hat wirklich Glück! Im Märchen muss die Arme ihren Retter, den Prinzen, heiraten."

Zum Abschied schenkte die zukünftige Braut Rebecca ein Amulett, in dem die Buchstaben SW eingraviert waren. Die zwei schworen sich wieder zu treffen, Rebecca umarmte noch rasch den Zwerg und dann schloss sie ihre Augen.

Als sie diese wieder aufschlug, saß sie am Sofa und die Tür ging auf. Rebeccas Eltern begrüßten ihre Tochter und sofort begann sie von ihrem Abenteuer zu erzählen. Die ganze Familie war stolz darauf, dass Rebecca Schneewittchen gerettet und gleichzeitig einen weiteren Beweis für ihre Mission mitgebracht hatte.

In derselben Nacht träumte Rebecca von dem schönen Amulett und dem noch viel schöneren Schneewittchen!

 

         

ZU DEN ILLUSTRATIONEN

 

Ansprechpartner: Prof. Barbara BRANDSTEIDL, Prof. Thomas KNOB, Prof. Franz LUX, Prof. Brigitte ZERLE
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