Literatur

 

Projekt "Fortsetzung folgt"

Ein Roman des GRg19

 

14. Kapitel (4C): Entdeckungsreise zu fernen Planeten

Alice nahm ihr Buch und ging aus dem Haus. Sie wollte unter freiem Himmel lesen, also beschloss sie, in den von Rosen übersäten Garten zu gehen. Dort fand sie eine gemütliche Gartenliege und machte es sich darauf bequem. Welch ein herrliches Stücken Erde! Inmitten der verwelkten Blumen bemerkte sie eine Rose, welche Schönheit und Liebe ausstrahlte. Natürlich konnte sie nicht anders und pflückte die Blume. Als sie daran roch, merkte sie plötzlich, dass die Luft sich veränderte. Auch die Rose war nicht mehr in ihrer Hand, sondern sie stand unter einer Glasglocke. Bei einem näheren Blick in die Umgebung sah Alice, dass sie nicht einmal mehr in ihrem Garten war. Drei Vulkane zierten jenen Ort. Da hörte sie eine kindliche Stimme: „Sind Sie das Fräulein, welches versucht, unsere Existenz zu schützen?“ Alice drehte sich um und sah einen kleinen, unschuldigen Jungen mit blonden, kurzen Haaren. Sie war so überrascht, dass sie verwundert den Knaben ansah. Es war niemand geringerer als der kleine Prinz! Er fragte noch einmal: „Sind Sie es?“ Sie antwortete: „Sicher bin ich es. Wie kann ich dir helfen?“ Der kleine Prinz lächelte sie nur an und packte sie gleich an ihrem Arm. Er griff nach einem Strick und eine wundersame Reise begann.

Alice vermutet, dass sie sich nun in der Region der Asteroiden 329,330 und 331 befanden. Der erste Asteroid wurde von einer Professorin bewohnt. „Ihr Name?“, fragte Alice. „Ich heiße Jutter Hoffa.“ Der kleine Prinz wollte wissen: „Welcher Beschäftigung gehen Sie hier nach?“ „Ich unterrichte hier.“ Da erwiderte der Junge: „Was meinen Sie mit ümmderrikten?“ „Man lehrt den Kindern das Lehrenswerte dieser Welt. Und außerdem heißt das Wort unterrichten.“ Der kleine Prinz sagte jedoch verwundert: „Ich kann hier aber keine Kinder sehen.“ Die Professorin antwortete wieder: „Noch waren keine Kinder hier.“ Da sprach der kleine Junge: „Wie können Sie behaupten, Kindern etwas zu lehren, wenn es keine Kinder hier gibt?“ Er ließ sie verwundert stehen und verließ mit Alice diesen Planeten.

Das Mädchen fragte den Knaben: „Wie kannst du nur so mit einer Professorin reden?“ Da behauptete der kleine Prinz lächelnd: „Ich bin eben ein Entdecker.“

Der nächste Planet, welchen sie besuchten, gehörte einem Liebenden. Er saß auf dem Stern und sah in den Himmel. Als er Alice erblickte, fragte er sie: „Oh, du schöne Maid, seid Ihr noch ledig?“ Sie antwortete rasch: „Ja, bin ich. Aber wer sind Sie?“ „Ich bin die Person, die die Liebe versteht und kennt. Ich liebe die Liebe, obwohl hier nichts zu lieben gibt.“ Der kleine Prinz warf ein: „Aber wie könnt Ihr aber die Liebe lieben und verstehen, wenn es hier keine Liebe gibt?“

Und wieder war Alice verwundert, als sie so schnell den Planeten verließen.

Auf dem letzten Planeten herrschte tiefe Trauer. Denn hier wohnte eine einsame Witwe. Die Frau hatte ihre Hände vor ihre Augen geschlagen, um die Tränen zu verdecken. „Wieso weinen Sie?“, fragt Alice mit besorgter Miene. Die Witwe antwortete: „Ich weine nun schon mehr als 50 Jahre und habe den Grund vergessen, wieso ich weine. Und das wiederum bringt mich zum Weinen.“

Der kleine Prinz erinnerte sie: „Man weint, wenn man zum Beispiel eine nahe stehende Person verliert, welche man geliebt und respektiert hat.“ Da erinnerte sich die Witwe wieder an den Grund ihrer Traurigkeit: Sie hatte ihren Ehemann verloren.

Wieder zurück auf des Prinzens Planeten sagte Alice zum kleinen Jungen: „Jetzt habe ich viel für mein weiteres Leben gelernt. Danke, kleiner Prinz!“ Er lächelte und gab Alice seine geliebte Rose.

Plötzlich wachte sie auf. Sie lag auf der Gartenliege. Am Anfang dachte sie, dass es alles nur ein Traum gewesen war; aber als sie die Rose in ihrer Hand sah, weiß sie, dass sie wirklich bei dem kleinen Prinzen gewesen war. Sie lächelte und war glücklich, solch eine Reise unternommen zu haben.

 

         

ZU DEN ILLUSTRATIONEN

 

Ansprechpartner: Prof. Barbara BRANDSTEIDL, Prof. Thomas KNOB, Prof. Franz LUX, Prof. Brigitte ZERLE
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